Mai 23, 2024
Reiseknigge für Indien

Reiseknigge & Verhaltensregeln für Indien

Respekt und Rücksicht beim Fotografieren in Indien

  • Auf militärische Einrichtungen achten
  • Beim Fotografieren von Totenverbrennungen Zurückhaltung wahren
  • Bem fotografieren ärmerer Regionen mit Bedacht

Wenn du nach Indien reist, solltest du vorbereitet sein! Es ist respektvoll, vor dem Fotografieren zu fragen. Wenn dir das Ergebnis gefällt, kannst du die Freude des Fotoobjekts verdoppeln und ihm einen Abzug schicken! Halte dich fern von militärischen Einrichtungen, um nicht in Verdacht der Spionage zu geraten. Warte lieber ab und lass deine Kamera in der Tasche während traditioneller Totenverbrennungen. Stelle auch beim fotografieren von ärmeren Regionen besondere Vorsicht an den Tag.

Und denke immer an Hygiene bei Restaurants und beim Verzehr von Speisen und Getränken. Meide Leitungs- oder Brunnenwasser und schütze dich vor Moskitos während des Monsuns!

  • Hygiene in Restaurants beachten
  • Schutz vor Moskitos während des Monsuns

Reisende für eine Yogalehrer-Ausbildung

Als Reisender, der nach Indien kommt, um eine Yogalehrer-Ausbildung zu machen oder Yoga zu erlernen, ist es wichtig, sich verantwortungsvoll und respektvoll zu verhalten.

Die Kultur in Indien ist sehr unterschiedlich von dem, was viele Menschen aus anderen Ländern gewohnt sind. Es ist daher ratsam, sich mit lokalen Gebräuchen vertraut zu machen, bevor man dort ankommt. Dazu gehören Dinge wie Achtung vor älteren Menschen und Respekt vor religiösen Traditionen.

Es ist auch wichtig, freundlich zu sein und respektvoll zu bleiben; Verhalten wie Auslachen oder Stereotypisierungen anderer Kulturen sollte vermieden werden.

Auch die lokalen Anwohner sollten bei der Reiseplanung berücksichtigt werden. Sei solidarisch und teil deine Erfahrungen mit den Menschen vor Ort. Egal, ob du in einem Hotel oder privat übernachtest – gib etwas von dir an die Gemeinschaft weiter.

Wenn du dich öffnest, hast du mehr Chancen, neue Freunde zu finden und Einblicke in andere Kulturen zu erhalten. Vermeide es unangemessene Kleidung zu tragen und halte dein Verhalten stets angemessen für die Kultur des Landes, in dem du dich befindest. Mit diesen Tipps haben alle einen angenehmen Aufenthalt in Indien!

Mehr über Yogalehrer Ausbildung in Indien erfahren.

Entdecke die kulturreiche Seite Indiens!

Eine Reise in den Subkontinent Indien lohnt sich allemal.
Mit seinen mehr als 1,4 Milliarden Einwohnern ist es ein aufstrebendes Wirtschaftszentrum, das hauptsächlich für Geschäftsreisende gut geeignet ist. Doch abseits der Industrie gibt es noch eine andere Seite Indiens zu entdecken: Eine Welt voller Traditionen und Kultur. Hierarchien spielen hier eine bedeutende Rolle und das Kastensystem ist hier noch immer präsent.
Es gibt also zahlreiche Gründe, auf respektvolle Art und Weise nach Indien zu reisen, um die spannende Kultur des Landes kennenzulernen.
Indien Öffentlichkeit

Traditionelle Begrüßung

Wer in Indien einlädt, erhält als Begrüßung eine aufrichtige und freundliche Geste: Die Menschen legen ihre Handflächen vor der Brust aneinander – wie beim Namaste im Yoga, wobei die Finger nach oben zeigen, und neigen leicht den Kopf. Im geschäftlichen Bereich bevorzugt man meist den Handschlag zur Begrüßung, doch insbesondere jüngere Generationen setzen bereits auf einfache „Hi“s oder „Hello“s.

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Höflichkeitsformeln

Auch Höflichkeitsformeln sind kaum üblich – Stattdessen wird man oft mit einem herzerwärmendem Lächeln belohnt. Um nicht überkandidelt zu erscheinen, passt man sich in dieser Hinsicht am besten an.

Verwirrendes Nicken

Eine weitere Verwirrung für Besucher aus dem Westen ist das stetige Nicken im Gespräch. Sie mögen es als Widerspruch auffassen, aber es ist tatsächlich ein Zeichen der Zustimmung – Wie „Ja ich höre dir zu“ oder „Ja du hast recht“. Ein kürzeres, direkteres Kopfschütteln steht für Ablehnung. Es ist daher ratsam, die Bewegung genau zu beobachten, um unterscheiden zu können.

In Indien sprechen viele englisch.

In Indien, einem ehemaligen britischen Kronkolonie, ist Englisch die überregionale Amtssprache. Mit gebildeten Indern kann man sich problemlos auf Englisch unterhalten – aber es lohnt sich, sich an die Aussprache der Einheimischen anzupassen und die Begriffe zu lernen, die man nicht aus Großbritannien oder den USA kennt.

Die Hippies

In den 60er und 70er-Jahren des letzten Jahrhunderts entwickelte sich ein neuer Trend. Touristen aus dem Westen reisten nach Indien, um ihrem Streben nach Erleuchtung zu folgen. Sie brachten auch Drogen, Alkohol und sexuelle Ausschweifungen mit, was bei den sittenstrengen Indern für erstauntes Stirnrunzeln sorgte. Der Ruf der Westler als leichtlebige, über die Stränge schlagende Menschen prägte sich tief in das kollektive Gedächtnis der Inder ein.

Dieser Eindruck vermittelte den Bewohnern Indiens, dass alle möglichen Art von Rauschmitteln vermieden werden sollten, sowie dass es ungehörig ist für Männer jüngere Frauen auf der Straße anzusprechen.

  • Bewunderung für den Westen
  • Freundlich angesprochen werden
  • Berührung als Form der Kontaktaufnahme
  • Unangenehmes Anstarren
  • Abweisende Reaktion vermeiden

Alkohol in Indien

Obwohl Alkohol in Indien nicht so akzeptiert ist wie in Europa, bewundern viele Inder den Westen und versuchen ihm nachzueifern. Wenn man als Ausländer auf der Straße angesprochen wird, ist es eine Form der Kontaktaufnahme – obwohl es etwas unangenehm sein kann. Daher empfiehlt es sich, verständnisvoll zu antworten, selbst wenn die Sprache eine Herausforderung darstellt. Es mag auch vorkommen, dass der Exot ungeniert angestarrt und neugierig verfolgt wird. Sollte man auf der Straße ohne Anlass gefragt werden, was man will, ermutigt es die Inder jedoch nur freundlichen Kontakt herzustellen. Seien Sie daher nicht brüsk abweisend: Überlegen Sie sich lieber eine plausible Erklärung stattdessen.

  • Akzeptanz fehlt
  • Nur wenige Lokale haben Lizenz
  • Feiertage ohne alkoholische Getränke

Gepflogenheiten, Geschenke und Terminverschiebungen beim Reisen nach Indien‘

Wenn du nach Indien reist, ist es wichtig, die Gepflogenheiten des Landes zu kennen. Geschenke für Gastgeber sind ein großes Thema: Es gilt als angemessen und akzeptabel, Nahrungsmittel aus der Heimat mitzubringen. Aber sei vorsichtig – Inder essen kein Rindfleisch und viele sind Vegetarier. Alkohol ist ebenfalls tabu! Geld als Gastgeschenk anzubieten, ist absolut inakzeptabel. In Situationen mit schlecht bezahlten Beamten kann es jedoch notwendig sein, eine nette Gabe ins Spiel zu bringen, um ein dringend benötigtes Dokument zu bekommen. Aber vergiss nie: Übertreib’s niemals oder mach dich strafbar! Die Zeitverschiebung ist auch etwas, worauf du achten musst – die Inder sind uns 4,5 Stunden im Winter (im Vergleich zur MEZ) und 3,5 Stunden im Sommer voraus. Handhabe es mit Terminverschiebung gelassener – Pünktlichkeit wird erwartet, aber verlier die Fassung nicht, wenn dein Gesprächspartner später als geplant kommt. Ein Besuch muss nicht unbedingt lange dauern; sag ruhig ja, wenn man dich fragt, ob man willkommen ist – entschuldige dich aber am besten gleich nach dem Essen und dem Plausch.

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Indien Kuh in Deli

Spürbare Überbevölkerung zwingt Inder, sich durchzusetzen

Die überall spürbare Überbevölkerung zwingt die ansonsten eigentlich sehr geduldigen, freundlichen Inder, sich durchzusetzen. Dort, wo sich Schlangen bilden, wird gedrängelt, was die Ellenbogen hergeben, aus Angst, man kommt zu kurz. Als Ausländer muss man sich gezwungenermaßen anpassen und mit drängeln, sonst wird man einfach übersehen. An manchen Bahnschaltern bieten Einheimische ausländischen Reisenden, natürlich gegen Bezahlung, an, sich für sie durchzuwühlen und die gewünschte Fahrkarte zu besorgen. Es ist erwägenswert, diesen Service anzunehmen.

Chaos auf indischen Straßen

Diese Haltung spiegelt sich auch im Straßenverkehr wider. Wer mit den Verkehrsgewohnheiten in Südeuropa schon überfordert ist, sollte sich nicht mit dem Auto in einer indischen Großstadt bewegen. Vor allem in Kalkutta, aber nicht nur dort, herrscht das ungebändigte Chaos auf den Straßen. Jeder drängelt und erzwingt sich die Vorfahrt, um nur ein wenig schneller voranzukommen. Auf keinen Fall sollte man sich darauf verlassen, dass das Auto noch rechtzeitig halten wird, vor dem man die Straße überquert. Solche Experimente können leicht im Krankenhaus enden. Man sollte sich möglichst defensiv und umsichtig verhalten, ohne jedoch ein Verkehrshindernis zu bilden. Hinzu kommt, dass die meisten indischen Kraftfahrzeuge alles andere als verkehrssicher sind. Das einzige, was wirklich richtig zu funktionieren scheint, ist die Hupe, derer man sich gerne und häufig bedient.

Bettler in Indien

Auf Indiens Straßen trifft man häufig Bettler an. Der tägliche Kampf ums Überleben zwingt viele, die keine andere Einkommensquelle haben, zu dieser Art des Broterwerbs. Es handelt sich also größtenteils um echte Bedürftige und man kann in dem Bewusstsein, wirklich etwas Gutes zu tun, eine kleine Spende geben. Allerdings sollte man dies sehr dezent und unauffällig machen. Lassen Sie sich aber nicht von Leuten beeinflussen, die geradewegs auf Touristen zugehen und bei denen die Wahrscheinlichkeit sehr groß ist, dass sie gezielt Ausländern das Geld aus der Tasche ziehen. Nur Sie entscheiden, ob und wem Sie etwas spenden!

Taxifahren in Indien: Vorsicht ist geboten

Wenn man durch Indien reist, kann man erleben, wie verschiedenste Berufsgruppen gezielt und auch manchmal unverschämt versuchen, den reichen Westler übers Ohr zu hauen. Besonders bekannt sind die Taxifahrer. Man muss sehr vorsichtig sein, um sich vor unlauteren Praktiken zu schützen: Möglichst einen festen Preis vereinbaren oder immer darauf achten, dass das Taxameter angeschaltet ist. Eine besonders heimtückische Methode ist es, wenn der Fahrer versucht, emotionale Erpressung zu betreiben und über die Verarmung seiner Familie mehr Geld zu erhalten.

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Indien Land

Bewunderung für den Westen

Die meisten Inder träumen davon, einmal in den Westen zu reisen. Da dies jedoch sehr unwahrscheinlich ist, wird der Exot aus dem Westen gerne ausgefragt und man lädt ihn schnell zu sich nach Hause ein. So kann man die herzliche indische Gastfreundschaft genießen – solange kein kommerzielles Interesse dahinter versteckt ist. Für gewöhnlich reagiert man wegen Adolf Hitler bewundernd, doch besser ist es hier, höflich aber positiv zu reagieren und schnell ein anderes Thema anzusprechen.

Westliche Frauen werden von indischen Männern leicht als Lustobjekte angesehen, also sollten Sie unbedingt deutlich machen, wenn Sie unsittlich berührt oder gekniffen werden – alles andere wird als Zustimmung interpretiert. Wenn es um Körperkontakte geht, sollten Touristinnen daher so verhalten wie indische Frauen: überhaupt keine Haut zeigen und stets anständig bleiben.

Öffentliches Verhalten

In Indien gelten bestimmte Verhaltensregeln, die es als Tourist zu beachten gilt. Öffentliche Berührungen oder gar Zärtlichkeiten zwischen Mann und Frau sind unschicklich und sollten deshalb unterlassen werden, da dies eine negative Reaktion hervorrufen kann.

Auch den Frauen steht nur die zweite Geige gegenüber den Männern zu anderen Hierarchien hat man sich anzupassen.

Schuhe bei religiösen Stätten

Am Eingang von religiösen Stätten muss man seine Schuhe ausziehen, um sicherzustellen, dass man nicht mit Dreck in Kontakt kommt. Um mehr über die Besonderheiten der jeweiligen Stelle herauszufinden, sollte man im Vorfeld den Reiseveranstalter befragen.

Essverhaltensregeln

Beim Essen gibt es ein paar Regeln zu beachten; zum einen darf man niemals mit der linken Hand essen oder etwas anfassen, da dies für unrein gehalten wird. In Indien wird meist auf großen Tellern gegessen und jeder bedient sich selbst – allerdings ist hierbei Vorsicht vor Chilischoten geboten! Gerade beim Essen ist Höflichkeit besonders wichtig: Man sollte dem Gastgeber keine Gefallensablehnung antun und den Joghurt reichlich dazugeben, um die Schärfe des Essens abzumildern.

Erwartungen an Tischsitten

Abschließend sollte man nicht erwarten, dass höhere Tischmanieren eingehalten werden – Rülpser, Spuckgeräusche sowie das Ausblasen der Nase gelten als normal und werden toleriert.

Feilschen als Ritual: Abgebrühtheit und Zeit mitbringen

Das Feilschen gehört in Indien bei größeren Käufen immer noch zum Ritual; jeder Versuch aber einen guten Preis herauszuholen, bedeutet Zeit und eine gehörige Portion Abgebrühtheit. Hier gilt es manches Mal kopf- und fusstechnisch Fingerspitzengefühl an den Tag zu legen. Auch das Spielerische nicht zu vergessen: Man sollte nur geringes Interesse am Kauf an den Tag legen und nach einer Tasse Tee oder kein Imbiss stetig aber beharrlich dem Verhandlungspartner entgegenkommen – oder gleich zeitnah morgens wiederkommen um den ersten Deal des Tages abzuschließen. Der Ausländer muss allerdings oft höhere Anfangspreise akzeptieren als Inder; aber mit etwas Geschick lassen sich die Preise bis auf ein Drittel des Startpreises drücken.

Kritik an Land, Kultur oder Bevölkerungsgruppe: Zurückhaltung als Ausländer

Kritik an Land oder Bevölkerungsgruppe sollte als Ausländer besser unterlassen werden – nicht nur aus Respekt der indigen Kultur, sondern auch weil die indischen Medien mit diesem Themenfeld sensibel umgehen.

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